Galerie - PU Wilhelm, Stels

Ab Schiers führen 4 Postautolinen bergwärts, die ausschliesslich mit Kleinbussen bedient werden. Eine davon ist diejenige nach Stels und Mottis, bedient durch PU Wilhelm, Stels. Die Linie wird hauptsächlich durch die beiden neuen Iveco 50C18 bedient, die grössten Fahrzeuge, die die Strecke noch problemlos befahren können. Nur an einzelnen Schneetagen kann die Strecke gar nicht bedient werden; Solche Schneemengen wie im Bild vom 4.12.2009 in Fajauna sind aber nicht die Ausnahme, sondern im Winter die Regel.

In Fajauna, wenig oberhalb Schiers gelegen, existiert heute keine Post und keine Schule mehr. Deshalb heisst diese Haltestelle heute auch nur noch "alte Post". Der erste der beiden neuen Iveco 50C18, 2008 abgeliefert, am 4.12.2009 auf Bergfahrt.

Die Strasse zwischen Schiers und Mottis ist im Winter gelegentlich mal schneebedeckt. Mit Schneeketten arbeitet sich der neuere Iveco deshalb von der Mittagspause in Stels aufwärts zur Endstation Mottis, um die Schüler nach Schiers abzuholen.

Erstaunlicherweise hat es am 4.12.2009 keine einzige Fusspur zur Wanderkarte bei der "Bergstation" Mottis oberhalb Stels. Im Sommer gibt es ab hier einige Lohnende Höhenwanderungen, unter anderem einen schönen Höhenweg nach St. Antönien. Bei diesem Wetter verirren sich hier allerdings ausser einigen Schülern und Pendlern kaum Leute zur Postautohaltestelle...

Drittes Fahrzeug in der in den letzten zwei Jahren neu beschafften Flotte ist ein Mercedes-Benz Sprinter Transfer 35 aus Anfang 2009. Er wird vor allem morgens zwischen Schiers und Mottis eingesetzt, kommt aber momentan mangels 4x4-Fahrzeug nach Schneefällen auch nach Schuders zum Einsatz. Am 9.9.2009 war der Bus jedoch auf einem vormittagskurs auf seiner Stammstrecke im Einsatz.

Die Strecke nach Schuders führt nach den Schierser Bergquartieren gleich mal über ein weltberühmtes Bauwerk: Die inzwischen 80-jährige Salginatobelbrücke von Robert Maillart dient als Verbindungsstrasse ins unscheinbare Bergdorf. Am 10.8.2010 ist der Sprinter Transfer über die Brücke talwärts unterwegs nach Schiers.

Nebst der Brücke ist eigentlich die ganze sehr schmale Strasse eine eindrückliche Konstruktion. Nachdem sie durch den Hangdruck in den letzten Jahren stark gelitten hatte, kann man die Fahrt entlang der teilweise abgebrochenen Kante schon als richtiges Abenteuer bezeichnen...

Abenteuerlich sind aber auch die 20 Spitzkehren, die vom Sprinter nur knapp zu befahren sind. In einer der untersten entstand am 10.8.2010 diese Aufnahme vom Sprinter, der Grossteil der 400 Höhenmeter liegen noch vor dem Bus.

Endstation Schuders. Vor der Drusenfluh und Sulzfluh liegt das kleine Bergdörfchen auf 1270 Metern über Meer weitgehend abseits der grossen Touristenströme. Das Postauto erreicht das Dorf je nach Saison und Wochentag zwei bis sechs Mal, befördert werden vor allem Einheimische und Wanderer aus der Region. Aufnahme am 10.8.2010.

Nebst dem auf den vorangehenden vier Bildern zu sehenden Sprinter ist der hier abgebildete Sprinter 312D eigentlich noch bis 15.8.2010 Stammfahrzeug der Linie nach Schuders. Dieses PubliCar-Pionierfahrzeug wurde in Uznach durch einen Sprinter City weitgehend überflüssig und als Überbrücker ins Prättigau transferiert, ist aber gerade bei starkem Schneefall auch im Prättigau mangels 4x4 in der Garage gebunden.

GR 83'749, der ältere der beiden Iveco A45.12 aus 1999, am 6.8.2008 in Schiers. Solche Fahrzeuge, je nach Sichtweise die kleinsten Midibusse oder die grössten Kleinbusse der Postauto-Flotte, laufen heute nur noch auf weniger strengen Strecken im Jura und Unterwallis. 10 Jahre Einsatz auf der fast 1000 Höhenmeter überwindenden Strecke nach Stels haben den Fahrzeugen allerdings gereicht, sie wurden Ende 2008 bzw. Mitte 2009 in den Osten verkauft.

Last Update: 11.08.2010