Galerie - PU TRD/Dubuis, Savièse

Es gibt in Sion keinen Einheitspostauto-Typ, nein, es fährt so ziemlich alles, was Räder hat, mitunter auch beim selben Postautohalter. Eine Ausnahme ist da PU TRD/Dubuis, Savièse, dessen normale Linienflotte ausschliesslich aus Setra 313UL mit Baujahren zwischen 2003 und 2006 besteht. VS 3'806 aus 2005 wartet am 8.8.2010 in Sion. auf die Abfahrt über den Sanetschpass ins Berner Oberland.

Im Gegensatz zu den anderen Sonnenterrassen oberhalb Sion liegt Savièse mit seinen verschiedenen Dörfern und Weilern deutlich tiefer. Dafür ist die Erschliessung umso besser: Der in der Region wenig bekannte Taktfahrplan ist hier mit dem stündlichen Rundkurs an Werktagen selbstverständlich. Dieser Setra hat am 8.8.2010 gerade die Schleife beendet und erreicht wieder St-Germain. Im Hintergrund am Hang liegt Ayent.

Die touristische Infrastruktur in Savièse ist relativ spärlich; Es fehlt gar ein eigenes Skigebiet. Dafür haben die Dörfer trotz der Nähe zur Kantonshauptstadt ihren ursprünglichen Charakter beibehalten. Im Bild zu sehen ist Granois am 8.8.2010.

Die verstreuten Häuser von Mayens-de-la-Zour werden ab St-Germain mit dem Postauto erschlossen. Am Sonntag fährt der Bus nur drei Mal, zum letzten Mal um 17:05 ab Sion. Die Aufnahme entstand bei der Endstation.

Vor wenigen Jahren wurde PU Constantin aus Arbaz in Dubuis integriert, der Betrieb in TRD umbenennt. Damit gehört auch die Linie nach Arbaz - Anzère zum Repertoire des Saviesaner PU. Am Wochenende wird allerdings der Abschnitt Sion - Savièse - Grimisuat nicht bedient, die Kurse fahren nur Grimisuat - Anzère. Dieser Setra wartet am 24.7.2010 in Grimisuat auf den Anschluss aus Sion und wird danach über Arbaz nach Anzère fahren.

Nebst der eigentlichen Erschliessung von Arbaz stellt die Linie vor allem im Winter den Anschluss von Savièse und Arbaz ans Skigebiet von Anzère sicher. Gerade das Fehlen des eigenen Skigebietes hat Arbaz gelassen, wie es schon immer war: Ein gemütliches Dorf, in dem auch neuere Bauten ins Gesamtbild eingepasst werden. Der Setra hat am 24.7.2010 die kurze Stichstrecke zur Post bedient und fährt nun weiter bergwärts nach Anzère.

Obschon auch die Kurslinien in Savièse ihren Reiz haben, die wahre Perle des Betriebes ist das tägliche Kurspaar ab Chandolin über den Sanetsch-Pass zum gleichnamigen Stausee. Schon im untersten Abschnitt führt die touristische Linie über eine eindrückliche Schlucht. Kurz nach der Teufelsbrücke, im Bild vom 8.8.2010 zu sehen, beginnt die rund 1500 Höhenmeter umfassende Steigung zur Passhöhe.

Doch nicht nur die technischen Daten, auch das Panorama ist eindrücklich. Bei Dorbagnon wird der Blick frei auf den Glacier de Tsanfleuron und die zugehörige Karstlandschaft. Inzwischen hat der Bus die 2000er-Grenze geknackt und die Baumgrenze überwunden. 8.8.2010.

Zwischen Dorbagnon und dem Hôtel du Sanetsch durchquert die Strasse eine eindrückliche Felswand, im Hintergrund dieses Bildes vom 8.8.2010 zu sehen.

Glück für Leute mit Höhenangst: Ein Teil der Felswand wird mit einem Tunnel umfahren. Für schwache Gemüter ist der aber auch keine Wohltat: Herumliegende Steine, Schlaglöcher und sehr enge Stellen machen die Durchfahrt mit dem 2.50 Meter breiten Setra zum Abenteuer. Blick aus dem "Führerstand" bei der Talfahrt am 8.8.2010.

Der Aufstieg ist fast geschafft; In einer Minute erreicht VS 3'806 die Passhöhe auf 2252 Meter über Meer (Sion liegt auf 500 Metern). Die spannende Strecke wird erstaunlich wenig von Postautofans befahren, die meisten Gäste sind Wanderer, die ihre Touren zur Audannes- oder Prarochet-Hütte ab der Passhöhe unter die Füsse nehmen. Aufnahme am 8.8.2010.

Auf der Nordseite ziert der Sanetsch-Stausee die Landschaft. Ab der Staumauer führt eine Luftseilbahn ins Bernische Gsteig, während die Anlage per Auto nur ab dem Wallis erreichbar ist. Um auch Berner Wanderer auf den Pass zu bringen, fährt der Kurs nach der morgendlichen Hinfahrt zurück bis zum Hôtel du Sanetsch. Aufnahme am 8.8.2010.

Im Park von PU TRD finden sich auch zwei Kleinbusse. Sie werden vor allem im Schülerverkehr in Arbaz und Savièse eingesetzt, in den Schulferien, wie hier am 27.7.2009, stehen die Busse meist vor der Garage in Savièse.

Ein wahrer Exot in der Flotte ist dieser O405 mit Baujahr 1992, kürzlich übernommen von der Region Nordwestschweiz für Schülerkurse. Nur selten im planmässigen Kurseinsatz auf den schmalen Strassen in Savièse anzutreffen, wartete er am 27.7.2009 in Sion auf einen Einsatz.

Von PU Constantin wurde ein Neoplan N314Ü in die Flotte gebracht. Er wurde allerdings durch die Fusion überflüssig, weshalb der Wagen inzwischen verschwunden ist. Am 9.10.2007 wartet er, zusammen mit dem Setra desselben PU, auf Schüler Richtung Savièse und Arbaz.

Last Update: 11.08.2010