Galerie - PU Martignoni, Vira

PU Martignoni aus Vira bedient in erster Linie die stündlichen Kurse zwischen Cadenazzo und der Schweizer Grenze. 1996 eingeführt als Bahnersatz und -Ergänzung, übernimmt die Linie heute die Haupterschliessung der Region, während die Bahn vor allem die Verbindung nach Italien herstellt. Seit 2010 fahren auf der Strecke ausschliesslich Niederflurbusse wie dieser Citaro K, 2008 beschafft, der besonders gerne auch am Wochenende eingesetzt wird. Aufnahme am 10.7.2011 in Magadino.

Äusserlich kaum zu unterscheiden sind die beiden 2009 bzw. 2010 beschafften MAN-Standardbusse. Der 2009 beschaffte NL323/A21 ist die Stadtausführung des Lion's City und für den Einbau von drei Türen eingerichtet. Bei Martignoni fährt einer der wenigen zweitürigen A21 bei PostAuto seit 2009 auf der Seelinie, Aufnahme am 11.6.2010 am Bahnhof Cadenazzo, wo Anschluss von und nach Bellinzona und Locarno besteht.

Ab Cadenazzo fahren die Kurse nicht nur an den Lago Maggiore, sondern auch in die Gegenrichtung über eine kurze Stichfahrt nach S. Antonino. Der A20, ein "echtes" Überlandfahrzeug mit komfortablen Sitzen und Gurten, wurde 2010 beschafft und ist hier am 19.3.2011 in Cadenazzo zu sehen, bereit zur Abfahrt nach S. Antonino.

Ab Magadino führt die Linie bis zur Endstation weitestgehend dem Ufer des Lago Maggiore entlang, so auch in Ranzo, wo am 11.6.2009 diese Aufnahme des Citaro K auf einem abendlichen Pendlerkurs entstand.

Dass die Schweiz sprichtwörtlich bis in die letzten Ecken eine Busverbindung hat, beweist dieses Bild der Endstation Dirinella: Die Busse der Hauptlinie wenden hier direkt auf dem Vorplatz des Schweizer Zolls und warten ihre halbstündige Pause ab. Am 10.7.2011, einem Sonntag, ist wieder mal der Citaro K eingeteilt, auf den der Fotograf offenbar eine magische Anziehungskraft hat...

Nebst der Hauptlinie dem See entlang bedient PU Martignoni auch zwei Berglinien ab Magadino. 1998 bzw. 1999 wurden diese mit neuen Neoplan N312K ausgestattet, damals typisches PostAuto-Fahrzeug für schmale Bergstrassen. Inzwischen wurde einer davon bereits ersetzt durch einen Hess-Bergbus - am 11.6.2010 warten noch beide Neoplan bei der Schiffländte in Magadino auf die Abfahrt nach Indemini bzw. über die Hangstrasse nach Gerra.

Aus Casenzano kommend, erreicht TI 63'401, Neoplan 312K (1999), das Dorf Vairano. Die Linie entlang der "Collina" ("Hügel") zwischen den Seegemeinden Gerra und Vira führt vorwiegend über sehr schmale und steile Strassen, die trotz des Villen-Baubooms (offenbar ist Locarno-Monti so verbaut, dass die Oberschicht an den schattigen Gambarogno-Nordhang ausweichen muss - Hauptsache Seesicht!) den meisten Ausbauten trotzen...

Um nicht häufiger als nötig mit den grossen Neoplans fahren zu müssen, besitzt Martignoni auch einen Vario-Midibus (O815), welcher an Wochenenden und in den Schulferien (bei Neuschnee wohl oder übel auch an Schultagen) die Collina-Linie befährt. Am 10.7.2011 steht er am Bahnhof Magadino-Vira, der mit einer kurzen Schleife sowohl von der Hauptlinie als auch von den Berglinien angefahren wird - Bahnanschlüsse gibt es bei weitem nicht immer.

Die zweite Berglinie führt vom 199 Meter über Meer gelegenen Magadino in einer Stunde 1395 Meter hoch gelegene Alpe di Neggia nach Indemini auf 980 Metern über Meer und gehört für den Webmaster zu den eindrücklichsten Bergstrecken der Schweiz. Das Grundangebot auf der Linie fährt PU Domenighetti aus Indemini, im Sommer fährt auch Martignoni am Vormittag und Nachmittag je ein Kurspaar ins wahrscheinlich entlegenste Dorf der Schweiz. Die Aufnahme von TI 22'394 (1998, inzwischen ausrangiert) entstand auf der Passhöhe am 11.6.2010.

Seit 2011 fährt auf der Bergstrecke ein 9.7 Meter langer Hess-Bergbus mit 320-PS-Scania-Motor; Die kleinen Solothurner Midibusse können so endlich mal beweisen, was wirklich in ihnen steckt. Nach getaner Arbeit wartet TI 22'394 am 10.7.2011 neben einem Neoplan 312K von PU Domenighetti auf die nachmittägliche Rückfahrt, die wieder zuerst mit einem 400-Höhenmeter-Aufstieg beginnt.

Bevor die eigentliche Bergfahrt beginnt, müssen sich die Reisenden gedulden, da einzelne Kurse auch die Dörfer San Nazzaro, Vairano und Piazzogna bedienen. In letzterem entstand am 10.7.2011 diese Aufnahme vom Bergbus, die eigentliche Bergstrecke und 1050 Höhenmeter liegen noch vor dem Bus.

Später auf der Rückfahrt entstand diese Aufnahme bei Monti di Indemini. Es ist nicht nur der Höhenunterschied, der fasziniert, sondern auch die Strasse, die oft direkt in den Fels gehauen ist und die Tatsache, dass während rund einer halben Stunde kein einziges Gebäude entlang der Strecke auftaucht...

Morgens, Mittags und abends werden ab Ranzo die Dörfer San Abbondio, Caviano und Scaiano bedient. Zum Einsatz kommt hier ein kleiner Sprinter mit zuschaltbarem 4x4-Antrieb. Aufnahme am 11.6.2010 unterhalb Scaiano.

Last Update: 11.09.2011