PU Conrad, Stugl/Stuls (Linie 12.2012 eingestellt)

Der Kanton Graubünden ist ebenso reich an Tälern wie an Postautolinien. Auch Bergün, in erster Linie Anziehungspunkt für Bahnfans, hat immerhin eine eigene Postautolinie nach Latsch und Stugl/Stuls. Bedient wird sowohl der Bahnhof als auch die Post im Dorfkern. Kurz vor der Endstation bei der Post ist der (einzige) Sprinter von PU Conrad, Stugl/Stuls, unterwegs. Aufnahme am 27.7.2010.

Der Conrad'sche Sprinter, abgeliefert am 4.12.2009, zählt zu einer grösseren Serie solchen Fahrzeuge, die im Herbst 2009 an verschiedene Bündner Standorte geliefert wurden. Auf dieser Aufnahme, entstanden an der Endstation Stugl/Stuls, ist die hochbeinige und für steile Bergsträsschen besonders gut geeignete Bauart der 4x4-Wagen gut sichtbar. Zum ersten Mal geniessen die Fahrgäste der Bergstrecken mit diesem Fahrzeug denselben Komfort wie in den grossen Bussen.

Zwischen Bergün und dem am Hang gelegenen Latsch gilt es über 200 Höhenmeter zu überwinden. Die heutige Strasse führt zuerst einige 100 Meter ins Val Tuors hinein, wobei der Bach zweimal überquert wird, zum ersten mal hier, wenige Meter hinter dem Bahnhof. Aufnahme vom 27.7.2010.

In Latsch ist die höhe erreicht, und die meisten auswärtigen Gäste verlassen den Bus; Verschiedene schöne Wanderungen beginnen in dem ursprünglichen Dorf. Aufnahme am 27.7.2010.

In stetigem Auf und Ab wird dann Stugl/Stuls erreicht. Ursprünglich mit einem rund 300 Höhenmeter tiefer gelegenen Bahnhof an der Albulabahn erschlossen, ist der Bus heute einzige ÖV-Anbindung. Er fährt Montag bis Samstag vier mal täglich, am Sonntag wird lediglich im Sommer eine Talfahrt angeboten. Montag-Freitag gibt es ausserdem zwei Rufbuspaare, die auf Voranmeldung die langen Betriebspausen halbieren. Auf einem dieser Kurse entstand am 27.7.2010 diese Aufnahme bei Latsch.

Im Sommer wird zwei Mal pro Tag auf Voranmeldung ins ursprüngliche Val Tuors gefahren. Die Linie hat nur eine kantonale Konzession, das Defizit wird von Gemeinde, Tourismusverband und Hoteliers bezahlt. Endstation ist beim Weiler Chants, von wo aus Wanderungen in die Landschaft Davos, ins Engadin und zur Keschhütte möglich sind. Bei schlechtem Wetter sind dagegen meist nur weinge Fahrgäste angemeldet, wie das Bild vom 27.7.2010 zeigt.

Die Strasse ins Val Tuors ist nicht durchgehend befestigt. An Stellen wie hier kurz nach der Abzweigung, die gelegentlich von Wildbächen und Rüfen überflutet werden, würde sich das auch gar nicht lohnen. So kämpft sich der Sprinter teilweise über Kiesstrassen die 200 Höhenmeter aufwärts. Aufnahme am 27.7.2010.

LAST UPDATE: 29.07.2010