Galerie - PU Brändli, Elfingen

Seit der Übernahme der Linien und Fahrzeuge von PU Obrist, Rheinsulz, ist die Firma BrändliBus GmbH aus Elfingen mit 9 Fahrzeugen der grösste PU am Platz Laufenburg. Vier der 9 Fahrzeuge sind Lion's City A20, zwei weitere A20 sind im alten MAN-Design unterwegs. Am 21.8.2012 begegnen sich zwei Lion's City am Bahnhof Laufenburg, von wo aus PU Brändli nach Obersulz, Aarau und Stein fährt.

Allerdings ist die Firma am einstigen Drehpunkt des Obrist'schen Netzes erst seit Ende 2010 regelmässig präsent, denn die Stammlinie führt von Frick über Elfingen und Effingen nach Brugg. Zwischen Effingen und Frick ersetzte das PostAuto in den 90er-Jahren den SBB-Regionalverkehr auf der Schiene, wobei die einstige Stammstrecke vom Bahnhof Effingen über Bözen nach Elfingen in die neue Linie Brugg - Frick integriert wurde, die ab Bözen eine Stichfahrt nach Elfingen macht. Lion's City Nr. 1 aus 2010 hat die Fahrt gerade hinter sich und fährt anschliessend weiter als HVZ-Zusatzkurs nach Effingen.

Während gut 10 Jahren wurde das Bild der Buslinie am Bözberg durch zwei Volvo B10M mit einer vor allem von NAW BH4-23 bekannten Karosserie geprägt. Noch bis 2010 war einer der Wagen von Montag bis Freitag am Morgen planmässig im Einsatz, und vereinzelt kam einer der Wagen auch abends auf die Linie, wie am 29.10.2009, als Nr. 2 vom Depot Elfingen in Richtung Brugg ausfährt. Der Bus ist noch bis im Herbst 2012 als eiserne Reserve in der Flotte.

In Effingen besteht Anschluss an die Tangentiallinie über Zeihen nach Herznach an der Linie Frick - Staffelegg - Aarau (wo PU Brändli ebenfalls einzelne Kurse fährt). Fotos wie am 29.10.2009, wo der Volvo von PU Glanzmann auf ein baugleiches Brändli-Fahrzeug trifft, sind allerdings nicht mehr möglich, denn der Volvo 8700LE Nr. 4 wurde 2010 an PU Brem weitergegeben und am Bözberg durch einen vollniederflurigen MAN A20 ersetzt.

In Effingen beginnt der Bözberg-Tunnel der SBB und die eigentliche Bözberg-Rampe der Kantonsstrasse, die im Winter insbesondere für die Abendkurse auch mal zum unüberwindbaren Hindernis werden kann. Am 9.8.2012 hatte dagegen der MAN Nr. 2 erwartungsgemäss kein Problem mit dem Berg und erreicht in Kürze Effingen.

Im Gegensatz zur recht unspektakulären Nordwestrampe ermöglicht die Strecke von der Passhöhe bis Umiken bei Brugg schöne Ausblicke auf das Aaretal. Vor dem Hintergrund der Stadt Brugg hat MAN Nr. 1 die letzte Steigung von Vierlinden zum Weiler Unterstalden auf der "Passhöhe" in Angriff genommen. Es ist seine letzte Passquerung, er wird von Frick nach Elfingen zurückkehren und überlässt das Abendangebot dem Wagen 2. Aufnahme am 9.8.2012.

Die beiden Netze von Laufenburg und Elfingen werden durch die Linie Stein-Säckingen - Frick verbunden, die wiederum mit den Linien Laufenburg - Stein und Frick - Oberhof verbunden ist. In der Regel fährt ein Wagen von Brändli von Laufenburg über Stein und Frick nach Oberhof und zurück, bevor er dann auf die Linien nach Aarau oder Obersulz wechselt. Am 21.8.2012 mittags war MAN Nr. 6 aus 2010, der kurz vor der Übergabe des Betriebs noch von PU Obrist angeschafft wurde, im Einsatz, aufgenommen bei der Kirche von Eiken.

Am selben Tag war auch Citaro Nr. 9 aus 2011 ab Laufenburg im Einsatz, mit dem Kurspaar zwei Stunden früher durchfährt er auf der Fahrt von Frick nach Oberhof das Dorf Wölflinswil, sitz des Benachbarten PU Brem.

Während die Kurse bis Oberhof zu etwa 50% zwischen der Regie und Brändli aufgeteilt sind, fährt der PU die Verstärkungskurse Laufenburg - Stein-Säckingen alleine. Dabei kommt gelegentlich auch dieser Scania/Hess L94UB zum Einsatz, welcher 2002 für die Linie Brugg - Frick beschafft wurde und ein absolutes Einzelstück ist (das Fahrzeug wurde nach der Bestellung aus finanziellen Gründen aus der Beschaffungsliste gekippt). Er hat am 21.8.2012 den MAN verstärkt, der alleine mit den Schichtwechslern der Chemie-Industrie nicht fertig werden kann. Aufnahme am Bahnhof Stein.

An der Linie Stein - Sisseln - Laufenburg befinden sich drei grosse Chemie-Fabriken: Novartis, Syngenta und DSM. Sie sind für den Grossteil des Passagieraufkommens an der Linie verantwortlich. Der Scania/Hess ist unterwegs von Oberhof nach Laufenburg und erreicht in Kürze die Firma DSM, im Hintergrund die Baum- und Gewässerlose "Ackerwüste" des Sisselerfeldes. Aufnahme am 21.8.2012.

Am 15.1.2010 war auf dem Feld auch einer der beiden älteren MAN A20 zu sehen, der damals noch PU Obrist gehörte. Die beiden Fahrzeuge sind nebst Lion's City, Scania und Citaro ins zweite Glied zurückgestuft und nicht mehr ganz so häufig zu sehen.

Im Raum Syngenta/Novartis können die Postautos direkt die Werksstrasse benützen, die mehr oder weniger parallel zur Kantonsstrasse verläuft. Bei der Novartis kann der Bus so direkt bei der Portier-Loge die Arbeiter abholen, die in Stein-Säckingen auf den Zug wollen. In Spitzenzeiten werden halbstündlich Verstärkerkurse zwischen der DSM-Fabrik und Stein geführt, um die Anschlüsse zu gewährleisten.

Einige Kurse der Linie Laufenburg - Stein bedienen auch das Dorf Kaisten an der Linie Laufenburg - Frick. So durchfährt am 21.8.2012 Citaro Nr. 9 auf der Kaisterbergstrasse das Dörfchen am Eingang zum Ittenthal und ermöglicht so auch den Kaistern eine halbstündliche Verbindung nach Basel.

Die einstige Stammstrecke von PU Obrist führte von Bahnhof Sulz nach Obersulz, seit der Aufhebung der SBB-Regionalzüge Laufenburg - Koblenz direkt ab dem Bahnhof Laufenburg nach Obersulz. Wie so viele Dörfer im Fricktal ist in den 80er- und 90er-Jahren auch Obersulz sehr stark gewachsen, so dass auch von der Haltestelle Milchhüsli im Dorfkern mehr neue als alte Gebäude zu sehen sind. Aufnahme am 21.8.2012.

Nicht ausgebaut wurde dagegen glücklicherweise der Weiler Leidikon zwischen Rheinsulz und Sulz. Bei der Kapelle ist am 21.8.2012 Wagen 5 unterwegs bergwärts nach Obersulz.

Last Update 25.08.2012